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DOC-EXPRESS

Dezember 2017

DOC - Aktuelles

Der 31. Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) findet vom 14. – 16. Juni 2018 in Nürnberg statt.

Die Abstract-Einreichung für wissenschaftliche Kurzvorträge (Free Paper) und ePoster ist seit 02.10.17 über die Kongresshomepage möglich.

Neues Kursformat „Operationskurs“

Ziel ist es, dem Teilnehmer einen klaren Operationsablauf, unterteilt in Einzelschritten, zu geben, ergänzt durch Erläuterungen zur Indikationsstellung und zur postoperativen Nachbehandlung.

Der Operationskurs „Antiglaukomatöse Stents“ findet am Freitag, den 15.06.2018, von 17.00 Uhr bis 18.30 Uhr statt.

Weitere Highlights in 2018 sind:
  • Ausweitung der Master Class Kurse auf die Bereiche Glaukomtherapie, Refraktive Chirurgie und Lidchirurgie
  • Video Live Surgery in 3D
  • General Session inkl. Aufnahme in die Hall of Fame Ophthalmologie
  • Wetlabs mit praktischen Übungen an verschiedenen Stationen
  • Kurse zu allen wichtigen Themengebieten der Ophthalmologie
  • Management-Seminare
  • Vorträge und Kurse für ophthalmologisches Assistenzpersonal in Praxis, OP und Verwaltung

 

DOC News - gehört und gelesen

Update Infektiöse Keratitis: Bessere Diagnostik und Antimykotika notwendig

Diese Studie beschreibt die gängigen diagnostischen und therapeutischen Standards für infektiöse Keratitis und stellt Bereiche dar, in denen in Zukunft mehr geforscht werden sollte. Schnelle und akkurate Identifikation der ursächlichen Organismen bleibt eine Herausforderung, obwohl die jetzigen Untersuchungsmethoden (Gram- und Giemsafärbung) eine relativ hohe Sensitivität vorweisen.

Für virale und bakterielle Keratitis sind effektive Medikamente vorhanden – Ergebnisse des Mycotic Ulcer Treatment Trial (MUTT) zeigen, daß neuere Antimykotika schlechter wirksam sind als Natamycin.

Vorläufige Ergebnisse weisen darauf hin, dass adjuvante Therapien, die darauf zielen, die Antibiotikatoxizität zu mildern und die Immunreaktion abzuschwächen, die Therapieergebnisse deutlich verbessern könnten.

Ophthalmology, November 2017



Uveitis: Patienten zeigen ähnliche Ergebnisse: Steroidimplantate vs. systemische Kortisontherapie

Mit Hilfe von Daten der Multicenter Uveitis Steroid Treatment (MUST) Studie beurteilen Untersucher die visusbezogene Lebensqualität von Patienten mit nichtinfektiöser Uveitis, die entweder systemisch Steroide oder ein Steroidimplantat erhielten. Die Therapieergebnisse wurden halbjährlich anhand des anerkannten Fragebogen: NEI-VFQ-25 ermittelt. 3 Jahre nach Therapie zeigten beide Gruppen eine signifikante und klinisch wertvolle Verbesserung im NEI-VFQ-25 Score – jedoch mit unterschiedlichem Muster: sofortige Verbesserungen war für die Gruppe, die ein Implantat erhielt und verzögerte Besserung für die Gruppe, die eine systemische Therapie erhielt, zu beobachten. Unter den Augen, die einen schlechten Ausgangsvisus bei Therapiebeginn hatten, erreichten nur die mit Implantat behandelten Patienten ähnliche Punktzahlen, im Vergleich zu Patienten mit gutem Ausgangsvisus.

Ophthalmology, November 2017



Bevacizumab & MMC zeigen ähnliche Wirksamkeit als Antimetaboliten

Diese doppelblinde prospektive Studie vergleicht das Ergebnis von Trabekulektomien, die mit 2 unterschiedlichen antifibrotischen Mitteln durchgeführt wurden. Untersucher randomisierten 87 Patienten mit primärem Offenwinkelglaukom oder Pseudoexfoliationssyndrom: eine Gruppe erhielt intraoperativ mit einem Schwamm aufgetragenes Mitomycin C (MMC), die andere intrakamerales Bevacizumab am Ende der OP. Nach durchschnittlich 17 Monaten war der intraokulare Druck vergleichbar niedrig in beiden Gruppen. Voller Erfolg wurde bei 61% und 66% in der Bevacizumab und MMC-Gruppe erreicht (P=0,669).

Wie bereits bekannt, trat bei den Augen, die mit Bevacizumab behandelt wurden, häufiger eine Sickerkissenundichtigkeit auf (29 % vs. 11 %). Alle Komplikationen konnten medikamentös behandelt werden - es waren keine Reoperationen notwendig.

Journal of Glaucoma, September 2017



Der Zeitpunkt von adjuvantem Bevacizumab hat signifikanten Einfluss auf PPV-Ergebnis

Untersucher dieser randomisierten klinischen Studie forschten, ob der Zeitpunkt der intravitrealen Eingabe von Bevacizumab vor Pars Plana Vitrektomie (PPV) einen Einfluss auf das Operationsergebnis hat. Diese Studie schließt 125 Patienten mit proliferativer diabetischer Retinopathie (PDR) ein, die adjunktives Bevacizumab 1-3 Tage oder 5-10 Tage vor PPV erhielten. Nach 6 Monaten postoperativ hatte die letztere Gruppe vergleichsweise weniger chirurgische Komplikationen (p=0,018) und zeigte einen besseren bestkorrigierten Fernvisus (P=0,033). Anhand dieser Ergebnisse wird empfohlen, daß Chirurgen 5-10 Tage nach Bevacizumabgabe warten sollten, um eine komplette Regression von Neovaskularisationen vor der OP zu erlauben.

American Journal of Ophthalmology, November 2017



Unkontrolliertes Glaukom: Xen 45 Microstent und Trabekulektomie (TE) sind vergleichbar gut

Die bislang größte Studie vergleicht: TE vs. ab interno Gel-Mikrostent (Xen 45, Allergan) und zeigt, daß die beiden Operationsmethoden ähnliche Sicherheit und Fehlerprofil zeigen. Die Untersucher verglichen Daten von 169 Augen, bei denen eine TE durchgeführt wurde und 185 Augen, die einen Xen 45 erhielten – beide mit adjuvantem Mitomycin C. Die totale Erfolgsrate wie auch die Risikofaktoren war nach 10 Monaten ähnlich zwischen beiden Gruppen: Patienten mit Diabetes hatten die schlechtesten Ergebnisse und weiße Patienten hatten die besten Ergebnisse. Insgesamt zeigen diese Ergebnisse, dass der Microstent eine vielversprechende Alternative zur Trabekulektomie sein könnte.

Ophthalmology, November 2017



Vorläufige Ergebnisse zeigen, daß Gentherapie bei Krankheitsbeginn LHON Patienten helfen kann

Diese Phase 1 Studie berichtet über die Ergebnisse von 14 Patienten mit Leberscher Hereditärer Optikusneuropathie (LHON), die eine einmalige intravitreale Injektion von im Forschungsstadium befindlicher AAV2-vermittelter Gentherapie erhielten. Die Autoren behandelten die schlechteren Augen von Patienten mit chronischem Visusverlust (Gruppe 1) oder akutem bilateralen Sehverlust (Gruppe 2) und das bessere Auge von Patienten mit akutem unilateralen Visusverlust (Gruppe 3). Während der Nachuntersuchungen (3-24 Monate später) verbesserten sich die Sehleistung um drei oder mehr Zeilen bei 17%, 50% und 0% der jeweiligen Gruppen 1,2 und 3. Diese Untersuchungsergebnisse zeigen bessere Therapieerfolge bei akutem Visusverlust - die Nebenwirkungen waren milde und vorübergehend.

Ophthalmology, November 2017

V.i.S.d.P.  
Isabel Eymold Miriam Quanz
Kongress-Sekretariat MCN AG - Teamleitung Kongresse

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Für weitere Fragen oder Wünsche stehen wir Ihnen selbstverständlich sehr gerne unter der Email-Adresse quanz@mcn-nuernberg.de zur Verfügung.

 

Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern ein frohes Weihnachtsfest sowie Gesundheit, Glück und Erfolg im neuen Jahr!