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DOC-EXPRESS

Dezember 2018

DOC - Aktuelles

Jetzt schon vormerken:
Der 32. Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) findet vom 23. – 25. Mai 2019 in Nürnberg statt.

Die Abstract-Einreichung für wissenschaftliche Kurzvorträge (Free Paper) und ePoster ist ab 22. Oktober 2018 über die Kongresshomepage möglich.

 

DOC News - gehört und gelesen

Patienten mit früherer PPV haben ein erhöhtes Komplikationsrisiko während einer Katarakt-Operation

Diese retrospektive Studie untersucht die Ergebnisse und Komplikationsrate bei Patienten mit früherer Pars Plana Vitrektomie (PPV). Die Studie untersucht 2221 Augen mit einer vorhergehenden PPV und 136533 Kontrollaugen. Obwohl zwei Drittel der vitrektomierten Augen einen Visus von 0,5 oder besser nach Kataraktchirurgie erreichten, war die durchschnittliche postoperative Sehleistung 2 Snellenzeilen schlechter als die der Kontrollgruppe.
Die Ergebnisse zeigen eine höhere Rate von Zonulolyse und abgesunkenen Nucleusfragmenten, aber ähnliche Raten von posterioren Kapselfragmenten in der PPV-Gruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe. Diese Ergebnisse können bei der präoperativen Aufklärung über mögliche Komplikationen und Sehleistung der Patienten helfen.

Ophthalmology, November 2018


Postoperativ verwendete topische Glukokortikoide verursachen Nebennierensuppression bei Säuglingen

Diese retrospektive Analyse beurteilt das Auftreten einer Nebennierensuppression bei Säuglingen, die topisch okuläre Glukokortikoide nach kongenitaler Kataraktchirurgie erhielten.
10 von 15 Patienten, die während der Glukokortikoidtherapie getestet wurden, litten unter einer Nebennierensuppression – inklusive 2 Patienten, die ein Cushing-Syndrom entwickelten, welches mit hohen kumulativen Dosierungen korrelierte. Betroffene Patienten erhielten eine Hydrokortisonersatztherapie und die Nebennierenrindenfunktion erholte sich im Mittel nach 3 Monaten. Die Autoren schlagen vor, die niedrigste Dosis von topischen Glukokortikoiden für die kürzeste notwendige Zeit zu verwenden und bei allen Säuglingen die Nebennierenrindenfunktion zu kontrollieren.

Ophthalmology, Oktober 2018


Studie unterstützt systemische Sicherheit von Ranibizumab

Unter Verwendung von Daten aus 7 randomisierten klinischen Studien bewerteten die Studienteilnehmer das vaskuläre Sicherheitsprofil von Ranibizumab. Der gepoolte Datensatz umfasste 4080 Patienten mit feuchter AMD, die Ranibizumab (0,5 mg oder 0,3 mg) oder eine Kontrolle (mit oder ohne Verteporin) erhielten. In Übereinstimmung mit früheren Ergebnissen fand die Analyse niedrige und vergleichbare Werte für arterielle thromboembolische Ereignisse, Myokardinfarkt, Apoplex, TIA und vaskulär bedingte Todesfälle zwischen Ranibizumab und der Kontrollgruppe.
Dennoch betonen die Autoren die Notwendigkeit von real-world-data zur Bestätigung der systemischen Sicherheit von anti-VEGF- Medikamenten

Retina, November 2018


Virtuelle Kliniken optimieren die Beurteilung von nicht dringenden Netzhautuntersuchungen

Diese retrospektive Studie beschreibt den Einsatz und die Ergebnisse von virtuellen medizinischen Netzhautkliniken im Moorfields Eye Hospital. Die Kliniken zeigen 1729 risikoarme Überweisungen an, die einem Sehtest und einer intraokularen Tensiomessung, einem Fundusfoto in Mydriasis und OCT-Scans unterzogen wurden. Die Ergebnisse lagen in den meisten Fällen in weniger als 2 Wochen vor und die Patienten warteten durchschnittlich 8 Tage auf Nachuntersuchungen. Etwa 30 % der Patienten kamen zu persönlichen Terminen zurück, was hauptsächlich auf eine schlechte Bildqualität (35 %) oder die Erkennung potenzieller Krankheiten (20 %) zurückzuführen ist. Virtuelle Kliniken können mit den vorhandenen Ressourcen innerhalb einer stationären Augenklinik erfolgreich implementiert werden und können als First-Line-Klinik für Patienten mit geringem Risiko dienen.

Ophthalmology, Oktober 2018


Ziv-aflibercept zeigt vielversprechende Langzeitresultate

Diese Studie berichtet über das bisher längste Follow-up der intravitrealen Ziv-Aflibercept-Behandlung bei Augen mit Makulaerkrankungen. Die Forscher verabreichten mindestens 6 Injektionen an 107 Augen mit AMD, diabetischem Makulaödem oder Makulaödem nach dem Verschluss der Netzhautvenen. Nach 2 Jahren zeigte die Kohorte signifikante Verbesserungen der zentralen Makuladicke und des BCVA (beide P<0,001). Von den 1121 durchgeführten Injektionen erlebten nur 2 Patienten Nebenwirkungen (Iritis und Verschluss der zentralen Netzhautarterie). Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Chemotherapeutikum eine sichere, effektive und kostengünstige Option zur Behandlung von Makulaerkrankungen sein kann.

British Journal of Opthalmology, Oktober 2018

 

Thomas Neuhann kommentiert…

Hier finden Sie eine Auswahl von Kurzbesprechungen von Originalartikeln aus wissenschaftlichen Zeitschriften, u.a. aus Ophthalmology, British Journal of Ophthalmology, American Journal of Ophthalmology, JAMA Ophthalmology, Journal of Cataract and Refractive Surgery, Survey of Ophthalmology, der Ophthalmologe, Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde.


Zhu S et al. „Morphologic features and surgically induced astigmatism of femtosecond laser versus manual clear corneal incisions.“ JCRS. 2017 Nov;43(11):1430-1435.

Chirurgisch induzierter Astigmatismus bei manueller und fs-Laser-Inzision:
In dieser Vergleichsstudie ist der chirurgisch induzierte Astigmatismus bei der fs-Laser-Inzision höher als bei manueller Inzision ohne sonstige Nachteile der Letzteren. Man solle, so die Autoren, deshalb bei FLACS die Inzisionen lieber erst mal manuell machen, bis das mit dem Laser wenigstens gleichkommt. Anmerkung: Diese Unterstützung unserer Verfahrensweise und Bestätigung unseres Argumentes dafür ist doch sehr schön … ;-)


Gurwin J et al. „A Randomized Controlled Study of Art Observation Training to improve Medical Student Ophthalmology Skills.“ Ophthalmology. 2018 Jan;125(1):8-14.

Eine Gruppe von 36 Medizinstudenten wurde randomisiert in zwei Hälften geteilt: Die eine Hälfte besuchte einen Kurs im Kunstmuseum, der systematisch Kunstbetrachtung lehrte, – Prinzip: Zuerst sorgfältig anschauen und beobachten, erst dann interpretieren. Danach erhielten beide Gruppen Fotos von klinischen Situationen aus der Augenheilkunde vorgelegt. Die Gruppe nach dem Kursbesuch erzielte signifikant bessere Ergebnisse bei der sorgfältigen Beschreibung der Fotos, als die Gruppe, die den Kurs nicht besucht hat.


Tan N et al. „The Effect of Testing Reliability on Visual Field Sensitivity in Normal Eyes: The Singapore Chinese Eye Study.“ Ophthalmology. 2018 Jan;125(1):15-21.

Eine Studie an normalen Augen, um zu quantifizieren, in welchem Maß falsch positive, falsch negative Antworten und Fixationsverluste das Ergebnis von Gesichtsfelduntersuchungen (hier gemessen an MD (mittlere Defekttiefe) und PSD (musterbezogene Standardabweichung)) beeinflussen. < 15 % falsch positive und negative Antworten beeinflussen das MD-Ergebnis weniger, als > 15 %. Für die PSD sieht es ähnlich aus, wenn auch geringer ausgeprägt.
Fixationsverluste beeinflussen MD und PSD nicht nennenswert. Anmerkung: Dass Fixationsverluste kaum etwas ausmachen, finde ich das wichtigste Ergebnis für die Klinik – dass immer mehr falsche Antworten zunehmenden Einfluss auf das Ergebnis haben, konnte man sichdenken. Und bei alledem muss man bedenken, dass dies normale Gesichtsfelder waren, nicht – zumal stark – beeinträchtigte Gesichtsfelder!


Silva R et al. „Treat-and-Extend versus Monthly Regimen in Neovascular Age-Related Macular Degeneration: Results with Ranibizumab from the TREND Study.“ Ophthalmology. 2018 Jan;125(1):57-65.

Treat-and-Extend war bei feuchter AMD bezüglich der Visusverbesserung statistisch „non-inferior“ und klinisch äquivalent zu monatlichen (!!) IVOM!! Anmerkung: Sollte noch eine Diskussion bestanden haben, welches Behandlungsschema das sinnvollste ist, sollte dies durch diese Studie endgültig beendet sein...


Daien V et al. „Incidence and Outcomes of Infectious and Noninfectious Endophthalmitis after Intravitreal Injections for Age-Related Macular Degeneration.“ Ophthalmology. 2018 Jan;125(1):66-74.

Infektiöse und nicht-infektiöse Endophthalmitis nach IVOM waren in einer Serie von fast 90.000 Injektionen 0,02 %, stiegen nicht mit der Anzahl der Injektionen an und sie hatte in den meisten Fällen einen sehr begrenzten Visusverlust (bis 10 Buchstaben) zur Folge.


Windsor M et al. „Estimating Public and Patient Savings From Basic Research-A Study of Optical Coherence Tomography in Managing Antiangiogenic Therapy.“ Am J Ophthalmol. 2018 Jan;185(1):115-122. Stewart M et al. „Spending Money to Save Money on Patient Care-The Development of Optical Coherence Tomography.“ Am J Ophthalmol. 2018 Jan;185(1):8-9.

Einschätzung der Ersparnisse für die Öffentlichkeit und die einzelnen Patienten durch die Steuerung von IVOM mit Hilfe des OCT. Zwischen 2008 und 2015 werden die Ersparnisse des öffentlichen Systems und der Patienten in den USA auf 10 – 11 Mrd. US$ berechnet!!
Anmerkung: Auch mal wieder etwas, wo das IQWIG durch einfache sorgfältige Lektüre sich selbst viel Mühe und die Neu-Erfindung des Rades ersparen, dem Krankenkassenwesen viel Geld sparen und den Patienten/Versicherten bessere Medizin für weniger Kosten angedeihen lassen könnte. Aber da müsste man ja lesen können und wollen...


Tseng V et al. „Association of Cataract Surgery With Mortality in Older Women: Findings from the Women's Health Initiative.“ JAMA Ophthalmol. 2018 Jan 1;136(1):3-10.

Unter 74.000 älteren Frauen mit Katarakt in einer großen epidemiologischen US Studie hatten knapp 42.000 eine Kataraktextraktion. In dieser Gruppe war die Mortalität insgesamt und aufgrund einer Reihe spezifischer Ursachen signifikant geringer. Anmerkung: Was immer das genau bedeuten und worauf es zurückzuführen sein mag – jedenfalls interessant...


V.i.S.d.P.    
Isabel Eymold Dr. Mignon Hann Miriam Quanz
Kongress-Sekretariat Kongress-Sekretariat MCN AG - Teamleitung Kongresse
Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern ein frohes Weihnachtsfest sowie
Gesundheit, Glück und Erfolg im neuen Jahr!