Der von Ihnen verwendete Browser wird nicht unterstützt.

Bitte aktivieren Sie JavaScript, um diese Seite im vollen Umfang zu nutzen.

DOC-EXPRESS

August 2017

DOC - Aktuelles

Jetzt schon vormerken:
Der 31. Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) findet  vom 14. – 16. Juni 2018 in Nürnberg statt.

Die Abstract-Einreichung für wissenschaftliche Kurzvorträge (Free Paper) und ePoster ist ab 02. Oktober 2017 über die Kongresshomepage möglich.

 

DOC News - gehört und gelesen

Gentherapie könnte langfristig eine Photorezeptorregeneration fördern

In dieser Verlängerung einer Phase-1 klinischen Studie von Patienten mit Leberscher kongenitaler Amaurose verwendeten Untersucher ein funktionelles MRT (fMRT) die Antwort des visuellen Kortex auf Kontraststimuli aufzuzeichnen, um die Effizienz und Dauerhaftigkeit von AAV-2-vermittelter Gen-Therapie zu beurteilen.
7 Patienten mit RPE65-Mutationen wurden nach einer unilateralen Injektion untersucht. Insgesamt zeigten diese Patienten im fMRI post-injectionem eine signifikante Aktivierung in Arealen des visuellen Kortex, die mit den AAV-exponierten retinalen Arealen korrespondierten- die gleichen Stimuli verursachten eine nur minimale Aktivierung in diesen Arealen vor Injektion.
Die erhöhte Aktivität wurde mit Ausnahme eines Patienten bei allen Studienteilnehmern nachgewiesen.
Die Ergebnisse lassen vermuten, daß eine einzige Injektion eine dauerhafte Verbesserung in der Sehbahn mit RPE65 Mutation erreichen kann.

Ophthalmology, Juni 2017



YAG-Laser-Vitreolyse kann sekundäre Katarakt verursachen

Untersucher berichten von 2 phaken Patienten, bei denen nach Nd-YAG-Laser-Vitreolyse Komplikationen auftraten. Indikation der YAG-Laser-Vitreolyse waren symptomatische Mouches volantes.
Die Patienten stellten sich mit reduzierter Sehschärfe des behandelten Auges 1 Woche und 2 Jahre nach der YAG-Laser-Vitreolyse vor.
Die Spaltlampenuntersuchung zeigte eine hintere Schalentrübung mit offensichtlichem Verlust der Integrität der hinteren Kapsel in beiden Patienten, welche sich bei der Kataraktoperation bestätigte.
In beiden Fällen wurde eine dreiteilige Acryl-IOL mit optic catch im Sulcus implantiert.
Aufgrund dieser schwerwiegenden Komplikationen empfehlen die Autoren Nd-YAG-Laser-Vitreolyse bei phaken Patienten zu vermeiden.

British Journal of Ophthalmology, Juni 2017



Phase 2 Studienergebnisse: Lampalizumab verlangsamt das Fortschreiten von geographischer Atrophie

Ergebnisse einer Phase-2-Studie (MAHALO) zeigen, daß Lampalizumab, ein humaner monoklonaler Antikörper gegen Komplementfaktor D, die Progression von geographischer Atrophie (GA) bei einer bestimmten Gruppe von Patienten signifikant reduzieren könnte.

Untersucher randomisierten 120 Patienten, die entweder monatlich oder jeden 2. Monat Lampalizumab oder Placebo erhielten.
Nach 18 Monaten zeigte die Gruppe der Patienten, die monatlich Lampalizumab erhielten, eine Reduktion von 20% des Areals der GA im Vergleich zur Kontrollgruppe (p = 0,117), welche die vorher festgelegte Signifikanzgrenze von p<0,2 erreichten.
Die weitere Analyse dieser Ergebnisse zeigte, daß die Ergebnisse vor allem von einer 44% Reduktion der GA-Progression in einer Subgruppe von Komplement-Faktor-I (CFI) Risiko-Allelenträgern beeinflußt wurden (p=0,0037).
Die bestkorrigierte Sehschärfe jedoch verschlechterte sich in allen 3 Gruppen (Bereich: 1,4-4,9 ETDRS Buchstaben). Es gab keine ernstzunehmenden Sicherheitsrisiken.

Science Translational Medicine, 21. Juni 2017



Bevacizumab ist Aflibercept bei der Behandlung von ZVV (Zentraler Venenverschluss) nicht unterlegen

Die 6-Monats-Ergebnisse der SCORE2 klinischen Studie zeigt, daß Bevacizumab mit Aflibercept bei der Behandlung von ZVV vergleichbar ist.
Diese randomisierte Studie schließt 362 Patienten von über 66 Zentren der USA ein, die für ein Makulaödem (MÖ) aufgrund eines ZVV oder hemiretinalen Venenverschlusses mit Bevacizumab (1,25 mg) oder Aflibercept (2,0 mg) alle 4 Wochen für 6 Monate erhielten.
Der durchschnittliche Visus verbesserte sich von 20/100 zu 20/40 in beiden Gruppen und Bevacizumab war statistisch nicht unterlegen (es wurde die 5-Buchstaben-Sehschärfengrenze verwendet.)
Im Vergleich zu den Bevacizumab Augen erreichte eine signifikant höhere Anzahl von Aflibercept Augen eine Resolution des MÖ (54 % vs 29%), aber die anatomisch verminderte Antwort ging nicht mit einer schlechteren Sehschärfe einher. 

JAMA, in Druck



Präoperatives Acetazolamid verhindert postoperativ intraokuläre Druckspitzen

Es wurde prospektiv die Effizienz von Acetazolamid zur Verhinderung von postoperativen Druckspitzen von primär Offen-Winkel-Glaukom Patienten nach Phakoemulsifikation untersucht.
Insgesamt 90 Patienten wurden randomisiert 500 mg orales Acetazolamid eine Stunde präoperativ, die gleiche Dosis postoperativ oder kein Acetazolamid gegeben.
In allen Gruppen stieg der mittlere Druck zwischen 3-7 Stunden postoperativ und senkte sich an der 24h Grenze.
Wie dem auch sei, waren die Druckwerte der Patienten, die postoperativ Acetazolamid erhielten, deutlich niedriger als bei den anderen 2 Gruppen zu jeder Zeit.
Patienten, die das Medikament postoperativ erhielten, zeigten niedrige Druckwerte im Vergleich zur Kontrollgruppe, aber die Drucksenkung war erst nach 5 Stunden nachweisbar.

Ophthalmology, Mai 2017



Forscher identifizieren eine hohe Rate nicht diagnostizierter / unerkannter AMD

Eine Querschnittsstudie untersucht die Prävalenz von nicht diagnostizierter AMD bei Patienten, die laut ihren Augenärzten oder Optometristen bei der letzten Fundusuntersuchung in Mydriasis eine gesunde Makula haben sollen.
Bilaterale Farb-Fundusfotos wurden von 644 Teilnehmern (60 Jahre oder älter) durchgeführt und durch einen erfahrenen Untersucher auf das Vorhandensein und den Schweregrad von AMD untersucht. Es wurde das Clinical Age-Related-Maculopathy Staging System (CARMS) verwendet. Vorher nicht erkannte AMD wurde in 320 Augen (24,8 %) gefunden, von diesen hatten 68,8% frühe AMD, 30,9% intermediäre AMD und 0,3 % geographische Atrophie.
Diese Ergebnisse sind besorgniserregend und es stellt sich die Frage, wie Fundusuntersuchungen in Mydriasis verbessert werden können oder ob mit Hilfe von Bildgebung frühe AMD erkannt werden könnte.

JAMA Ophthalmology, in Druck

V.i.S.d.P.  
Isabel Eymold Miriam Quanz
Kongress-Sekretariat MCN AG - Teamleitung Kongresse

Sollten Sie kein Interesse am DOC-EXPRESS haben, teilen Sie uns dies bitte unter Angabe Ihrer Email-Adresse über datenschutz@ophthalmochirurgie-kongress.de mit.
Für weitere Fragen oder Wünsche stehen wir Ihnen selbstverständlich sehr gerne unter der Email-Adresse quanz@mcn-nuernberg.de zur Verfügung.