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DOC-EXPRESS

Oktober 2018

DOC - Aktuelles

Jetzt schon vormerken:
Der 32. Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) findet vom 23. – 25. Mai 2019 in Nürnberg statt.

Die Abstract-Einreichung für wissenschaftliche Kurzvorträge (Free Paper) und ePoster ist ab 22. Oktober 2018 über die Kongresshomepage möglich.

 

DOC - GOES ONLINE

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DOC News - gehört und gelesen

Femtosekunden-Laser: bogenförmige Keratotomien zeigen gute refraktive Ergebnisse

In dieser Sekundäranalyse von klinischen Studienergebnissen werden 2 Operationsverfahren verglichen, die zur Therapie eines Hornhautastigmatismus verwendet wurden, 51 Augen erhielten limbale Relationsinzisionen (LRI = limbal relaxing incision) während konventioneller Kataraktchirurgie und 53 Augen erhielten bogenförmige Keratotomien während Femtosekundenlaser-assistierter Kataraktchirurgie.
Die Keratotomiegruppe erreichte einen größeren Korrekturindex (0,73 vs 0,48; p = 0,02), einen kleineren Differenzvektor (0,89 vs 1,17 D; p=0,02) und weniger postoperativen Zylinder als die LRI-Gruppe (<0,5 D wurden bei 44 % vs 20 % der Patienten erreicht; p=0,01). Die Autoren folgern, dass bogenförmige Keratotomien limbalen Relaxationsinzisionen vorzuziehen sind.

Cataract & Refractive Surgery, August 2018


Katarakt-Op bei Kindern mit kongenitaler Katarakt: IOL-Implantation beschleunigt die visuelle Erholung

Diese Studie untersucht die Langzeitergebnisse von bilateraler kongenitaler Kataraktchirurgie mit oder ohne primärer IOL-Implantation. Es wurden 60 Kinder im Alter von 2 Jahren oder jünger untersucht, die bilaterale Kataraktchirurgie erhielten.
Die eine Hälfte erhielt eine IOL, die andere verblieb aphak.
Patienten der pseudophaken Gruppe zeigten früher eine messbare Visusleistung bei den postoperativen Kontrollen als die Patienten der aphaken Gruppe.
Postoperative Komplikationen waren ähnlich in beiden Gruppen, jedoch traten hintere Synechien öfter in der pseudophaken Gruppe auf (28% vs 8 %, p= 0,004).

American Jounal of Ophthalmology, September 2018


Vorteilhaft: Frühe Phakoemulsifikation nach akutem Engwinkelglaukom

Diese retrospektive Studie zeigt, dass frühe Phakoemulsifikation mit IOL-Implantation verschiedene Vorteile bei Patienten mit akutem Engwinkelglaukom und koexistierender Katarakt bringt.
Im Durchschnitt wurde die Katarakt-OP 37 Tage nach einer akuten Engwinkelglaukomepisode durchgeführt.
Alle 35 Patienten wurden initial medikamentös und mit peripherer Iridotomie behandelt.
3 Monate nach der Katarakt-OP zeigten alle Patienten eine signifikante Drucksenkung (17-32 mmHg) und die Anzahl der antiglaukomatösen AT konnte reduziert werden (2,9-0,7). Die Sehschärfe verbesserte sich von 0,9 – 0,2 logMAR (p<0,001) und es wurden keine Komplikationen beobachtet.

Journal of Glaucoma, August 2018


CRISPR-basierte Genomchirurgie für Retinitis pigmentosa (RP)

Forscher präsentieren eine universelle Gentherapie, die bei Mäusen mit RP die Rhodopsinfunktion wiederherstellen kann.
Die Autoren verwenden eine modifizierte Form von CRISPR, um alle Kopien des Rho-Gens zu vernichten (dies unabhängig vom Mutationsstatus) und in einem 2. Schritt exogenes Genmaterial zu liefern, welches normale Rhodopsin-Expression fördert.
Die Photorezeptoranalayse 3 Monate später zeigt, dass Mäuse, die mit dieser Strategie behandelt wurden, 36 % eine dickere äußere Körnerschicht der Netzhaut und eine nachweisbar verbesserte retinale Funktion im ERG aufweisen, als Mäuse, die mit der konventionellen CRISPR Methode behandelt wurden. Die Strategie ist mutations-unabhängig und könnte für andere genetische Erkankungen angepasst werden.

Ophthalmology, September 2018


Hohe Versagensrate: Kombination Katarakt- & Baerveldt-Shunt-Chirurgie

Diese abgestimmte Kohorten-Analyse beurteilt die Effizienz einer kombinierten Phakoemulsifikation mit Baerveldt-Drainagen-Implantation, um therapierefraktäres Glaukom zu behandeln.
76 pseudophake Glaukome wurden operiert, 38 hatten eine Kombinations-Op, 38 erhielten nur einen Shunt.
Postoperativer Visus, Medikamentenbedarf und Komplikationsrate waren ähnlich in beiden Gruppen, aber die Kombinationsgruppe hatte einen signifikant höheren Druck (14 vs 12 mm Hg; p=0,04) und Versagensrate (37% bs 15 %; p=0,02) nach 36 Monaten.
Diese Ergebnisse zeigen, dass eine kombinierte OP die Langzeit-Drainage-Sickerkissenfunktion negativ beeinträchtigt.

British Journal of Ophthalmology, September 2018


 

Thomas Neuhann kommentiert…

Hier finden Sie eine Auswahl von Kurzbesprechungen von Originalartikeln aus wissenschaftlichen Zeitschriften, u.a. aus Ophthalmology, British Journal of Ophthalmology, American Journal of Ophthalmology, JAMA Ophthalmology, Journal of Cataract and Refractive Surgery, Survey of Ophthalmology, der Ophthalmologe, Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde.


Korrekturgenauigkeit von tIOL und Hinterflächen-Astigmatismus

An 113 Augen haben die Autoren untersucht, wie weit sich der Hinterflächen-Astigmatismus auf die Korrekturgenauigkeit torischer Intraokularlinsen auswirkt. Bei Astigmatismus mit der Regel gibt es eine mittlere Überkorrektur von 0,16 ± 0,5 D, bei Astigmatismus gegen die Regel eine mittlere Unterkorrektur von 0,14 ± 0,5 D. Dieser Effekt ist klinisch nicht relevant.
Anmerkung: Diese Schlussfolgerung sagt eigentlich alles. Das „Problem“ des Rückflächenastigmatismus wird, jedenfalls für den normalen klinischen Bereich, derzeit höchst übertrieben. Wenn man es im Hinterkopf behält und bei der Berechnung einen Blick auf die Pentacam wirft, um ungewöhnliche Ausreißer zu erfassen, ist man sicher sehr korrekt.
LaHood B et al. „Assessing the Likely Effect of Posterior Corneal Curvature on Toric IOL Calculation for IOLs of 2.50 D or Greater Cylinder Power.” Journal of Refractive Surgery. 2017 Nov;33(11):730-734.


Monovisions-LASIK vs. refraktiver Linsentausch

Monovision-LASIK (608 Pateinten) vs. refraktiver Linsenaustausch mit Symfony-IOL (590 Patienten). Zusammengefasst waren beide Patientengruppen im Wesentlichen gleich zufrieden, die IOL hatten mehr Licht-Phänomene. Lediglich die niedrigen Myopen waren mit der Monovision zufriedener. Anmerkung: „Never give a low myope a multifocal IOL“ bestätigt sich also auch in dieser Serie, die ich ansonsten nicht so schrecklich aussagekräftig von ihrem Gesamtansatz her finde. Am Schluss bleibt die Binsenweisheit, dass man sehr genau die individuellen Vorlieben, Prioritäten und Notwendigkeiten des einzelnen Patienten herausfinden müsse... Da liegen wir mit unserem diesbezüglichen strukturellen und systematischen Ansatz bei der entsprechenden Beratung unserer Katarakt- und Presbyopie-Patienten ja offenbar genau richtig.
Schallhorn S et al. „Monovision LASIK Versus Presbyopia-Correcting IOLs: Comparison of Clinical and Patient-Reported Outcomes”. JRS. 2017 Nov;33(11):749-758.


Entwicklung der Prävalenz der AMD

Die Prävalenz früher und später AMD-Stadien ist in den verschiedenen Altersgruppen – besonders für die späten Stadien in den hohen Altersgruppen – zwischen 1990 und 2016 gesunken. Besonders auffällig gesunken sind starke funktionale Beeinträchtigungen durch feuchte AMD nach 2006 – offensichtlich durch die Einführung der Anti-VEGF-Behandlung. Die gesunkene Prävalenz wird auf gesündere Lebensweise, insbesondere weniger Rauchen und gesündere Ernährung der älteren Bevölkerung zurückgeführt. Durch die zunehmende Alterung der Bevölkerung wird dennoch über die nächsten Jahre /Jahrzehnte eine Zunahme der absoluten Zahlen von AMD-Patienten zu erwarten sein, auch wenn die Prävalenz gleichbleibt. Selbst bei sinkender Prävalenz wird für die frühen Formen ein geringer Anstieg, für die späteren ein stärkerer Anstieg erwartet. Anmerkung: Großer Aufwand – erwartbares Ergebnis. Nett zu wissen, aber ohne wirklich ersichtliche Konsequenz (außer man beabsichtigt, in den nächsten Jahren/Jahrzehnten Gesundheitsminister zu werden).
Colijn J et al. „Prevalence of Age-Related Macular Degeneration in Europe.” Ophthalmology. 2017 Dec;124(12):1753-1763.


Vorhersagemodell für geographische AMD

Ein Vorhersagemodell mit einem „Rechner“ für den Zeitpunkt des ersten Auftretens einer geographischen AMD bei Augen mit Drusen Anmerkung: Das mag für Studien vielleicht etwas sein, klinisch halte ich es für völlig irrelevant: Es hilft es einem ja nichts, wenn man weiß, wann ein bestimmtes, nicht verhinderbares Ereignis auftritt – zumal, wenn gar nicht gesagt ist, dass das dann nennenswerte funktionelle Konsequenzen hat: In einem im Artikel angeführten Beispiel tritt nach fünf Jahren ein kleiner geographischer Patch im Gesichtsfeld temporal oberhalb des Zentrums auf. Praktische funktionelle Folgen sind davon eigentlich nicht zu erwarten.
Sleimann K et al. „Optical Coherence Tomography Predictors of Risk for Progression to Non-Neovascular Atrophic Age-Related Macular Degeneration.” Ophthalmology. 2017 Dec;124(12):1764-1777.


V.i.S.d.P.    
Isabel Eymold Dr. Mignon Hann Miriam Quanz
Kongress-Sekretariat Kongress-Sekretariat MCN AG - Teamleitung Kongresse