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DOC-EXPRESS

September 2018

DOC - Aktuelles

Jetzt schon vormerken:
Der 32. Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) findet vom 23. – 25. Mai 2019 in Nürnberg statt.

Die Abstract-Einreichung für wissenschaftliche Kurzvorträge (Free Paper) und ePoster ist ab Ende September / Anfang Oktober 2018 über die Kongresshomepage möglich.

 

DOC News - gehört und gelesen

Vitreomakuläres Traktionssyndrom (VMTS) verursacht nur selten Visusverlust

Diese retrospektive Studie untersucht den Visusverlauf bei Patienten mit VMTS. Es wurden bei 159 Patienten OCT-Aufnahmen von Patienten untersucht, die unter VMTS, aber unter sonst keiner anderen okulären Erkrankung leiden. Nach einer durchschnittlichen Zeit von 17,4 Monaten zeigten sich folgende Ergebnisse: bei 60% persistierte das VMTS, bei 20% kam es zu einer Spontanheilung, bei 12 % entstand ein Makulaforamen, 4% mussten operiert werden. Die Spontanheilung ging mit einer Visusverbesserung einher.
In persistierenden Fällen blieb die Sehleistung und zentrale Foveadicke unverändert. Die Autoren folgern, dass VMTS eher selten eine Visusverschlechterung verursacht – es sei denn, der Patient entwickelt ein durchgreifendes Makulaforamen oder benötigt eine Operation.

Ophthalmology, Mai 2018



Erhöhte Prävalenz von obstruktiver Schlafapnoe bei Patienten mit Keratokonus

Von 50 Patienten mit Keratokonus, die für diese Studie untersucht wurden, hatten 19 mehr als 5 schlaf-assoziierte obstruktive Atempausen pro Stunde während des Nachtschlafes und wurden mit Apnoe diagnostiziert. Patienten mit Apnoe waren tendenziell älter und hatten einen höheren Body-Mass-Index, eine höhere Nackenzirkumferenz und höheren Astigmatismus als die ohne Apnoe.
Der Vergleich dieser Ergebnisse mit vorherigen Studien lässt vermuten, dass Apnoe eine 10-20 Mal höhere Prävalenz bei Keratokonuspatienten hat als unter der Normalbevölkerung. Es gab keine signifikanten Zusammenhänge zwischen der Schwere der Apnoe und den okulären Parametern oder Keratokonusgrad.

Cornea, April 2018



Anti-VEGF Therapie verstärkt die Laserphotokoagulationseffizienz bei Patienten mit proliferativer diabetischer Retinopathie (PDR)

Diese Phase 2/3-Studie vergleicht die Fähigkeit von Panretinaler Photokoagulation (PRP), die Neovaskularisation von Patienten mit Hochrisiko- PDR zu reduzieren, mit oder ohne zusätzlichen Einsatz von Ranibizumab. Die Teilnehmer erhielten 3 Ranibizumab-Injektionen (0,5 mg) im Abstand von jeweils 4 Wochen, kombiniert mit einer Standard-PRP, oder 2 Monate nur eine PRP. Die Laserbehandlungen in beiden Gruppen wurden je nach Bedarf durchgeführt. Nach 12 Monaten war die Neovaskularisation bei 93% der Patienten in der Kombinationsgruppe reduziert und bei 71 % in der Monotherapiegruppe (p=0,009). Die Kombinationsgruppe benötigte auch weniger PRP-Behandlungen als die Monotherapiegruppe, der bestkorrigierte Visus war jedoch in beiden Gruppen ähnlich.

Ophthalmology, Mai 2018



Anti-VEGF-Therapie: Tensioerhöhungen selten

Diese Analyse vom IRIS-Register untersucht, ob Anti-VEGF-Injektionen im Verlauf der Zeit den Augeninnendruck beeinflussen. 23.776 Patienten, die mindestens 12 Injektionen in einem Auge erhalten hatten (entweder Ranibizumab, Bevacizumab oder Aflibercept) wurden untersucht. Der Augeninnendruck sank durchschnittlich um 0,9 mmHg mehr in dem behandelten Auge als 0,2 mmHg in dem nicht behandelten Auge. Dennoch konnte in der behandelten Gruppe auch eine klinisch erhöhte Tensio beobachtet werden (2,6% vs 1,5%, p<0,01). Die Subgruppenanalyse zeigt, dass diese Erhöhungen nur mit Bevacizumab und Ranibizumab, nicht aber mit Aflibercept gesehen wurden.

Ophthalmology, May 2018



Trabekulektomien sind erfolgreicher, aber risikobehafteter als Drainagevorrichtungen

Diese Studie berichtet über die 1-Jahres-Ergebnisse der Primary Tube Versus Trabeculectomy (PTVT) Studie. Insgesamt 242 Augen mit unkontrolliertem Glaukom und keinen Voroperationen wurden untersucht. Randomisiert erhielten 125 Augen ein Baerveldt-Implantat und bei 117 Augen wurde eine Trabekulektomie mit Mitomycin C durchgeführt. Nach 12 Monaten hatte die Trabekulektomiegruppe einen niedrigeren mittleren Druck (12,4 vs 13,8 mmHg; p=0,01) und benötigte weniger antiglaukomatöse Augentropfen (0,9 vs 2,1; p<0,01) als die Baerveldt-Gruppe, aber hatte ein höheres Auftreten von Komplikationen (41 % vs 29%; p=0,06). Die 3- und 5-Jahresergebnisse könnten die Risiken und Benefits beider Methoden noch besser beleuchten.

Ophthalmology, Mai 2018



Multifokale IOLs: Risiko der Dezentrierung bei myopen Augen

Diese prospektive Studie untersucht die Kippung und Dezentrierung von multifokalen IOLs nach Kataraktchirurgie bei myopen Augen. Die Untersucher schlossen 28 myope Augen (Achsenlänge > als 24,5 D) und 56 emmetrope Augen in die Studie ein, die eine Tecnis ZMB00 IOL (Abbott) erhielten. Nach einem Jahr postoperativ zeigten die myopen Augen eine größere vertikale IOL-Dezentrierung und eine schlechtere optische Funktion im Vergleich zur Vergleichsgruppe. Der unkorrigierte Fern- und Nahvisus, der korrigierte Fernvisus sowie Kippung und horizontale Dezentrierung unterschieden sich nicht zwischen den Gruppen. Die Operateure sollten sich dessen bewusst sein, dass multifokale IOLs anfällig sind, nach einiger Zeit in den größeren Kapseln von myopen Augen „abzusinken“.

Journal of Ophthalmology, April 2018

V.i.S.d.P.    
Isabel Eymold Dr. Mignon Hann Miriam Quanz
Kongress-Sekretariat Kongress-Sekretariat MCN AG - Teamleitung Kongresse