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DOC-EXPRESS

April 2017

DOC - Aktuelles

Der 30. Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) wird in diesem Jahr vom 11. bis zum 13. Mai 2017 in Nürnberg stattfinden.
Wir freuen uns darauf, den 30. Geburtstag der DOC gemeinsam mit Ihnen zu feiern!

Neu: am Freitag, den 12.05.2017 findet von 17.30 Uhr bis 19.00 Uhr im Saal Helsinki ein
Workshop für Ärzte und Industrievertreter statt zum Thema:

„Fallbeispiele zum Antikorruptionsgesetz und Eucomed-Guidelines“
Was kann man weiter tun? Was sollte man lassen?

Inhalt des Workshops:
„Nachdem die Antikorruptionsvorschriften seit einem Jahr in Kraft sind, gibt es bereits erste Verfahren. Die Unsicherheit über die Grenzziehung zwischen erlaubtem und verbotenem Verhalten ist gleichwohl nicht geringer geworden. Welche Rolle können Compliance-Regelungen wie Eucomed-Guidelines spielen? Können sich Ärzte auf Äußerungen von Kammern und Kassenärztlichen Vereinigungen stützen? Die Experten geben an konkreten Beispielen aus dem ophthalmologischen Markt Empfehlungen für die Zusammenarbeit von Ärzten untereinander, mit Krankenhäusern und mit Pharma- und Medizinprodukteunternehmen.“



Weitere besondere Highlights sind in diesem Jahr:

  • General Session mit Aufnahme in die Hall of Fame Ophthalmologie
  • 3D Video Live Surgery
  • NEU: MasterClass-Kurs zum Thema Kataraktchirurgie
  • Wetlabs mit praktischen Übungen an verschiedenen Stationen
  • Kurse zu allen wichtigen Themengebieten der Ophthalmologie
  • Management-Seminare
  • Vorträge und Kurse für ophthalmologisches Assistenzpersonal in Praxis, OP und Verwaltung

Die Anmeldung zum neuen Workshop sowie zu den weiteren Programmpunkten können Sie über die Homepage

http://www.doc-nuernberg.de/teilnehmerregistrierung.php

vornehmen.

 

DOC News - gehört und gelesen

Wie sagt man die Diskrepanz zwischen klinischen Anzeichen und Symptomen von trockenem Auge voraus?

ies ist die erste Studie, die die Faktoren untersucht, welche die Unstimmigkeit zwischen Symptomen und klinischen Anzeichen bei trockenem Auge untersucht.
648 Patienten wurden an einem Universitätsklinikum untersucht.
Diese Diskrepanz ist häufig vorhanden – vor allem bei Patienten, die subjektiv krank sind.
Die Anwesenheit einer schmerzhaften, chronischen Erkrankung wie Reizkolon, Fibromyalgie, chronische Beckenschmerzen hatte den größten Einfluss auf die Diskordanz.
Andere Konditionen, die mit mehr Symptomen als klinischen Anzeichen assoziiert sind u.a. Allergie, atopische Erkrankungen, Depression, Diabetes und Osteoarthritis.
Im Gegenteil dazu sind Sjögren, hohes Alter und graft-vs-host-disease mit weniger Symptomen als klinischen Anzeichen assoziiert.

Ophthalmology März 2017




Patienten mit schwerem Visusverlust können von anti-VEGF –Therapie profitieren

Diese retrospektive Studie bewertet Resultate einer Gruppe von Patienten mit feuchter AMD, die von den meisten anti-VEGF-Studien grundsätzlich ausgeschlossen wurden, da sie bei Behandlungsbeginn bereits an fortgeschrittenem Visusverlust litten.
Die 97 Patienten dieser Studie hatten einen Ausgangsvisus von 20/200. Nach 12 Monaten verbesserte sich der durchschnittliche Visus um 0,17 logMAR (8,5 EDTRS Buchstaben) (P= 0,003), das Sehen verbesserte sich in 45 % der Patienten und verschlechterte sich bei 20 %.
Faktoren, die mit besserem Visus nach IVOM-Therapie assoziiert waren: subretinale Flüssigkeit, Netzhautblutungen, vorher besserer Visus und mehr Injektionen.
Schlechteres Sehen war mit PEA (Pigmentepithelabhebung), intraretinaler Flüssigkeit und großer Makulaläsion assoziiert.

Retina Februar 2017




OCT-A zeigt Gefäßveränderungen nach Aflibercept


Mittels OCT-Angiographie beurteilten Wissenschaftler retinale und choroidale Gefäßveränderungen bei Patienten, die noch keine Therapie erhalten haben und 3 Monate monatlich Aflibercept für fAMD erhalten.
Die Autoren beobachteten nach Therapie eine signifikante Reduktion im oberflächlichen Gefäßplexus im Gegensatz zur Ausgangssituation.
Die Behandlung verursachte keine Reduktion der geschädigten Zone, aber es reduzierte den flow der CNV, was bereits am ersten Tag nach Injektion nachzuweisen war.

Retina Februar 2017



Ein neuer anti-VEGF-Antikörper -  jetzt in Phase 3

Der neue Anti-VEGF-Antikörper Brolucizumab scheint Aflibercept ähnlich zu sein als anti-VEGF-Therapeutikum für feuchte AMD.
Die Phase-2 Studienergebnisse wurden beim Angiogenesis, Exsudation & Degenerationmeeting 2017 präsentiert.

Retina Februar 2017

 


 

Tacrolimusmonotherapie heilt Hornhautepitheliopathien / shield ulcer

Diese retrospektive Studie evaluiert die Effizienz von 0,1 % topischen Tacrolimus-Monotherapie oder in Kombination mit Steroiden für Shield ulcer und Hornhautepitheliopathie.
791 Patienten mit hartnäckigen Augenerkrankungen wurden untersucht, die mit Tacrolimus alleine oder in Kombination mit entweder FML (Fluoromethalone) oder Bethamethasone behandelt wurden.
Nach 1 Monat war der durchschnittliche Epitheliopathiescore in allen 3 Gruppen ähnlich – sogar bei Patienten mit shield ulcer (score 3). Patienten, die mit Tacrolimus alleine behandelt wurden, heilten genauso schnell wie die, die gleichzeitig Steroide bekamen.
Die Autoren folgern, daß Tacrolimus Monotherapie sogar schwere Erkrankungen behandeln kann und dies ohne die Nebenwirkungen von Steroiden.

Ophthalmology, März 2017



Intrakameral implantiertes Prostaglandinanalogon zeigt langanhaltende Wirkung

Das sich in Phase -2  befindliche intrakamerale Travoprost Implantat mit verzögerter Freisetzung (Travoprost XR; ENV 515, Envisia Therapeutics) wurde gut toleriert und verspricht, effektiv durchgehend drucksenkende Wirkung zu erzielen.  Dies zeigte eine Zwischenbilanz der sich derzeit im 9. Monat befindlichen Studie.
5 Patienten erhalten bei dieser Studie in einem Auge das Transplantat und benutzen im anderen Auge 0,5 % Timolol – Augentropfen 2 x täglich.
Die Patienten haben bilateral okuläre Hypertension oder Offenwinkelglaukom und haben in der Vergangenheit bereits ein Prostaglandinanalogon verwendet.
Tägliche Fluktuationen des IOP und auch topische Nebenwirkungen wie Hyperämie scheinen weniger häufig zu sein - auch Compliance spielt keine Rolle bei dem Implantat.
Die Implantation kann unter Tropfanästhesie erfolgen – nach Jod-Desinfektion wird das Implantat durch eine Parazentese in die Vorderkammer vor die Regenbogenhaut implantiert.
Das biologisch abbaubare Implantat löst sich auf. Eine weitere Kohorte wird derzeit untersucht, die ein stärkeres Implantat mit einem mehr als 12 monatigen Effekt nach Implantation haben soll.
In Hundeaugen zeigte das niedrigdosierte Implantat 9 Monate lang Wirkung – ein höher dosiertes 12 Monate.

Ophthalmology Times März 2017 pp 14/15

 



Risiko und Benefits von trabekulären und suprachoroidalen mikroinvasiven Glaukomimplantaten  (MIGS)

MIGS haben die Behandlung von Glaukom revolutioniert. Aufgrund der Compliance -Unabhängigkeit könnten MIGS wirksamer sein als Lokaltherapie.
Zielort für Stents waren in der Vergangenheit das trabekuläre Maschenwerk – derzeit werden Implantate entwickelt, die suprachoroidal implantiert werden sollen.
Diese sind u.a.

  • I-stent – supra (Glaukos)
  • CyPass-Micro –Stent (Alcon Laboratories)
  • Solx (Gold Shunt (Solx)


Trabekuläre Bypass Stents

Das Auge hat 2 Abflusswege: den trabekulären und den uveoskleralen Abflussweg. Der trabekuläre Abfluss ist mehr druckabhängig und 75 % des Kammerwasserabflusses finden über diesen Weg statt.
Diese Tatsache überzeugt, einen Stent hier zu implantieren, um den natürlichen physiologischen Abfluss wiederherzustellen.
Der episklerale Venendruck liegt zwischen 6-12 mmHg. Der distale Abflusswiderstand trägt einige mmHg zum Augeninnendruck bei – trotzdem erreichen die trabekulären Stents eine effektive Drucksenkung. Der größte Nutzen des episkleralen Venendrucks ist, dass durch ihn keine Hypotonie auftritt.
Der I-stent hat seine Sicherheit und Effizienz in Studien bewiesen. Eine neulich publizierte Studie zeigt, daß der I-stent in Kombination mit Kataraktchirurgie in einer durchschnittlichen IOP-Reduktion von 14,9 mmHg +- 2,3 mmHg nach 3 Jahren liegt.
Dies wurde erreicht, ohne einen einzigen Fall von Hypotonie, Tensiospitzen oder Hyphäma innerhalb des ersten Monats.
Andere Studien zeigen, dass die Implantation von mehreren Stents die Drucksenkung und Reduktion der Lokaltherapie steigern kann.

Suprachoroidale Shunts
Suprachoroidale Implantate umgehen den episkleralen Venendruck und leiten die Flüssigkeit direkt in den suprachoroidalen Raum, um vom Körper absorbiert zu werden. Ohne den episkleralen Venendruck könnte ein größeres Risiko für Hypotonien bestehen.

Eine 2-Jahresstudie des CyPass demonstriert innerhalb des 1. Monats eine Hypotonierate von 15,4 % und 1,9 % nach dem 1. postoperativen Monat. Bei suprachoroidalen Stents besteht auch ein höheres Risiko für Hornhautschwellung und Hyphäma.

Ophthalmology Times März 2017 pp 18/17

V.i.S.d.P.  
Isabel Eymold Rosita Pfleger
Kongress-Sekretariat MCN AG - Teamleitung Kongress

Sollten Sie kein Interesse am DOC-EXPRESS haben, teilen Sie uns dies bitte unter Angabe Ihrer Email-Adresse über datenschutz@ophthalmochirurgie-kongress.de mit.
Für weitere Fragen oder Wünsche stehen wir Ihnen selbstverständlich sehr gerne unter der Email-Adresse quanz@mcn-nuernberg.de zur Verfügung.