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DOC-EXPRESS

Februar 2017

DOC - Aktuelles

Der 30. Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) wird in diesem Jahr vom 11. bis zum 13. Mai 2017 in Nürnberg stattfinden.

Wir freuen uns darauf, das 30. Jubiläum der DOC gemeinsam mit Ihnen zu erleben!

Als neuer Programmpunkt findet am Freitag, 12.05.2017, ein Workshop für Ärzte und Industrievertreter zum Thema

„Fallbeispiele zum Antikorruptionsgesetz und Eucomed-Guidelines“

statt.

„Nachdem die Antikorruptionsvorschriften seit einem Jahr in Kraft sind, gibt es bereits erste Verfahren. Die Unsicherheit über die Grenzziehung zwischen erlaubtem und verbotenem Verhalten ist gleichwohl nicht geringer geworden. Welche Rolle können Compliance-Regelungen wie Eucomed-Guidelines spielen? Können sich Ärzte auf Äußerungen von Kammern und Kassenärztlichen Vereinigungen stützen? Die Experten geben an konkreten Beispielen aus dem ophthalmologischen Markt Empfehlungen für die Zusammenarbeit von Ärzten untereinander, mit Krankenhäusern und mit Pharma- und Medizinprodukteunternehmen.“

Weitere besondere Highlights sind in diesem Jahr:

  • 3D Video Live Surgery
  • NEU: MasterClass-Kurs zum Thema Kataraktchirurgie
  • General Session inkl. Aufnahme in die Hall of Fame Ophthalmologie Deutschland
  • Wetlabs mit praktischen Übungen an verschiedenen Stationen
  • Kurse zu allen wichtigen Themengebieten der Ophthalmologie
  • Management-Seminare
  • Vorträge und Kurse für ophthalmologisches Assistenzpersonal in Praxis, OP und Verwaltung
  • u.v.m.

Die Anmeldung zum neuen Workshop sowie zu den weiteren Programmpunkten können Sie über
die Seite http://www.doc-nuernberg.de/teilnehmerregistrierung.php vornehmen.

 

DOC News - gehört und gelesen

LASIK-Mythen aufgedeckt

Der Ruf von LASIK hat gelitten – Beschwerden von unglücklichen Patienten nach LASIK sind im Internet schnell zugänglich und Mythen über LASIK kursieren. Sechs Mythen sollen durch diesen Artikel entlarvt werden.

Mythos 1: Ärzte würden nie eine LASIK-OP an sich selbst durchführen lassen:

Refraktive Chirurgen unterzogen sich im Vergleich zur Normalpopulation vier mal so oft einer LASIK-OP, 91% empfehlen Familienangehörigen LASIK, 95,3% der Ärzte sind nach LASIK zufrieden und 84,8% der Ärzte sehen subjektiv nach LASIK besser als präoperativ mit Brille.

Mythos 2: Kontaktlinsen sind sicherer als LASIK

Das Risiko für einen Visusverlust ist gleich für den Kontaktlinsenträger (weiche Kontaktlinsen) im Vergleich zu LASIK. Ausnahme: harte Kontaktlinsen.

Mythos 3: LASIK erhöht das Risiko von Blendempfindlichkeit und Halos

Die LASIK-Studien PROWL-1 und PROWL-2 beweisen das Gegenteil- weniger Halos und Blendempfindlichkeit 3 Monate postoperativ im Vergleich zu präoperativ mit Brille. Eine andere Studie von Tanzer berichtet über bessere Sicht bei Nacht nach LASIK - bei den Probanden dieser Studie handelte es sich um Piloten, die nachts auf Flugzeugträgern landen.

Mythos 4: Sicca-Syndrom ist sehr häufig nach LASIK

Anhand des Ocular Surface Disease Index wurde in der PROWL-1 und PROWL-2 Studie nachgewiesen, dass Patienten 3 Monate postoperativ 23% an mildem Sicca-Syndrom, 3% an moderatem, 1% / 3% an starkem Sicca-Syndrom leiden. 30% entwickeln 3 Monate postoperativ eine neu aufgetretene Sicca-Symptomatik. Nach 6 Monaten berichten beide Kohorten über eine Reduktion der Symptomatik.
Sicca-Syndrom ist dennoch ernst zu nehmen und LASIK verursacht initial eine deutliche Herabsetzung der Hornhautsensibilität kurz nach der OP. Nach 6 Monaten jedoch ist diese wieder hergestellt und die durch LASIK berichtete Sicca-Symptomatik regredient.

Mythos 5: Die Sicherheit von LASIK hat sich nicht verbessert

Die Sicherheit des Verfahrens, die Patientenselektion und die postoperativen Ergebnisse haben sich in den letzten Jahren verbessert. In einer großen Studie, die insgesamt 68.000 Augen untersuchte, waren 95,4% der Patienten zufrieden, d.h. LASIK ist die meist geschätzte elektive OP noch vor vielen plastisch-chirurgischen Operationen (Liposuction, Botox, Brustaugmentation etc.).

Mythos Nr 6: Komplikationen sind häufig

1999 wurde das Risiko noch auf 5% geschätzt, diese waren häufig Flap-assoziiert und mit der Erfahrung des Chirurgen und dessen Team assoziiert. Das Risiko hat auch dank Femto-LASIK deutlich abgenommen und die Kriterien LASIK durchzuführen sind strenger.

Cataract & Refractive Surgery Today Juli / August 2016, pp 45 ff


Zika Virus (ZIKV)

Das Zika Virus – der Familie der Flaviviren zugehörig - wird durch die Mücke Aedes aegypti übertragen.

Aedes aegypti verbreitet auch Dengue, Chikungunya, Gelbfieber und das West-Nil-Virus. Viele Länder sind alarmiert, da ZIKA Mikrozephalus bei Neugeborenen verursachen kann, aber auch andere Malformitäten wie Taubheit, Extremitätenanomalien und okuläre Pathologien (u.a. Optikushypotrophie, Gefäßanomalien, retinale Narben) verursachen kann - dies wird als Congenital Zika Syndrome (CZS) zusammengefaßt.

Die größte Herausforderung ist CZS labortechnisch nachzuweisen. PCR & IgM-ELISA sind seit Februar 2016 möglich, jedoch teuer und im Endemie-Gebiet Brasilien nicht überall zugänglich.

Es wird empfohlen, dass bei jedem Baby, das ZIKV exponiert gewesen sein könnte, ein Augenscreening durchgeführt werden sollte.

Prävention ist derzeit noch die wichtigste Maßnahme – bei Erkrankung bleiben frühe multidisziplinäre Rehabilitationsmaßnahmen.

Retina Today September 2016, pp 54 ff


Ophthotech AMD Combo Fovista versagt in Phase 3

Die lang ersehnte Kombination von anti-PDGF-Medikament Fovista & Lucentis (Ranibizumab) zeigt in der Phase 3 keine signifikante Verbesserung des Visus im Vergleich zur Monotherapie mit Lucentis.

Das Grundprinzip einer Kombination von anti-PDGF / anti-VEGF-Kombination liegt darin, dass anti-PDGF die Fähigkeit hat, die Perizytenbarriere zu durchbrechen, welche die VEGF schützen und somit der anti-VEGF wirksamen Substanz mehr Effizienz verschafft.

2 Studien von Ophthotech sind derzeit in der Phase 3: eine kleine Studie, in der das anti-PDGF einen Tag vor dem anti-VEGF injiziert wird – dies ist als Reservemedikation für therapieresistente Patienten in Betracht zu ziehen.

In einer weiteren Studie werden die Kombination Fovista & Eylea sowie Fovista & Avastin im Vergleich zur Monotherapie mit Eylea oder Avastin betrachtet.

Retinal Physician Jan/Feb 2017, p 6


Iopidine reduziert Schmerz der IVOM-Injektion

Eine kleine Studie aus Israel zeigt, dass topisches Apraclonidin (Iopidine) 30 Minuten vor der IVOM-Injektion appliziert, den Schmerz einer IVOM-Injektion reduziert. Auf einer numerischen Schmerzskala (1 = am wenigsten Schmerz) berichten Patienten nach Iopidine einen Schmerz von 1,69; Patienten nach Placebo 3,28.

Iopidine wird i.d.R. als Zusatzmedikament in der Glaukomtherapie verwendet, um die Tensio von Patienten zu senken, die Lasertherapie für Glaukom erhalten.

Retinal Physician Jan/Feb 2017, p 8


Länger wirksame intravitreale Medikamente in der Warteschleife?

Experimentell verwendete Medikamente könnten mit ähnlichem Erfolg länger wirksam sein (ca. 12 Wochen) als jetzige Anti-VEGF-Wirkstoffe (4-8 Wochen). Firmen arbeiten an Applikatoren, die eine verzögerte Wirkstofffreisetzung ermöglichen.

3 Medikamente zeigen Potential – falls sie zugelassen werden sollten und Hoffnung auf eine nachhaltigere Wirkung. Dies würde zur Folge haben, dass weniger Injektionen durchgeführt werden müssen. Alle Studien sind nahe oder in der Phase 3.

  1. Alcon’s Brolucizumab (RTH 258) ein kleinmolekulares, einkettiges Antikörperfragment welches sehr gut zur verzögerten Freisetzung geeignet ist.
  2. Allegro’s Luminate zeigt in der 2b DELMAR-Studie nachhaltige 12 Wochen Wirksamkeit.
  3. Allergan’s abicipar pegol (DARPin) zeigt 8-12 Wochen Wirksamkeit in der PALM2-Studie.

Retinal Physician Jan/Feb 2017, p 12


Die Genetik nutzen zur Therapie der AMD – sind wir schon so weit?

Bis jetzt gibt es noch keine prospektive klinische Studie, die spezifisch Genotyp/Phänotyp-Beziehungen im Hinblick auf Nahrungsergänzungsmittel oder ANTI-VEGF-Therapie bei AMD-Patienten untersucht.

Die American Academy of Ophthalmology rät von einer genetischen Routineuntersuchung ab für genetisch so komplexe Untersuchungen wie AMD. AMD ist eine multifaktorielle Erkrankung mit vielen genetischen und umweltbedingten Risikofaktoren.

Über die letzten 10 Jahre ist viel über Risikofaktoren für die Entstehung der AMD gelernt worden aber derzeit gibt es keinen überzeugenden Beweis, dass genetische Untersuchungen zur Behandlung von AMD von Nutzen ist.

Retinal Physician Jan/Feb 2017, pp 16 ff

V.i.S.d.P.  
Isabel Eymold Rosita Pfleger
Kongress-Sekretariat MCN AG - Teamleitung Kongress

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Für weitere Fragen oder Wünsche stehen wir Ihnen selbstverständlich sehr gerne unter der Email-Adresse quanz@mcn-nuernberg.de zur Verfügung.