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DOC-EXPRESS

Januar 2017

DOC - Aktuelles

Jetzt schon vormerken:
Der 30. Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) wird in diesem Jahr vom 11. bis zum 13. Mai 2017 in Nürnberg stattfinden.

Wir freuen uns bereits heute darauf, das 30. Jubiläum der DOC gemeinsam mit Ihnen zu erleben!

2017 erwarten Sie wieder besondere Highlights:

  • 3D Video Live Surgery
  • NEU: MasterClass-Kurs zum Thema Kataraktchirurgie
  • General Session inkl. Aufnahme in die Hall of Fame Ophthalmologie Deutschland
  • Wetlabs mit praktischen Übungen an verschiedenen Stationen
  • Kurse zu allen wichtigen Themengebieten der Ophthalmologie
  • Management-Seminare
  • Vorträge und Kurse für ophthalmologisches Assistenzpersonal in Praxis, OP und Verwaltung
  • u.v.m.

 

DOC News - gehört und gelesen

Myope Re-LASIK: Inzidenz und Assoziationen

In dieser retrospektiven Kohortenstudie aus Tel-Aviv / Israel wurden alle myopen LASIK-Operationen zwischen Januar 2005 und Dezember 2012 analysiert und Re-LASIK-Operationen genauer betrachtet. Insgesamt 9.177 Augen wurden evaluiert.
Das durchschnittliche Sphärische Äquivalent (SE) war -3,3 +- 1,53 SD (-0,5 bis -12 D) und ein durchschnittlicher Astigmatismus von 0,69 +- 0,94 D (0-6,00 D).
Bei 1,8 % (165 Augen) wurde eine Re-LASIK durchgeführt. Die Rate einer Re-LASIK verringerte sich im Laufe der Studie von 2,58 % zu Beginn zu 0,38 % am Ende der Untersuchungszeit.
Multiple binäre logistische Regressionsanalysen zeigten, daß höheres Alter, höherer präoperativer Astigmatismus, Sphäre und korneale Steilheit mit einer myopen Re-LASIK-Operation assoziiert waren.
Es scheint, dass eine größere optische Ablationszone die Re-LASIK-Rate minimieren könnte.
Journal of Cataract and Refractive Surgery October 2016 pp 1408 ff


1-Jahres-Ergebnisse refraktivchirurgischer Presbyopie-Behandlung (Methode: zentrale presbyope Keratomileusis):

In Marseille, Frankreich wurden für diese prospektive Kohortenstudie 138 Augen zwischen Februar 2013 und Januar 2015 untersucht.

Prä- und postoperativ wurden:

  • Fern, Intermediär- und Nahvisus
  • Objektive und subjektive Refraktion
  • Q-Faktor, Keratometrie (K), Hornhautaberrationen sowie ein Quality-of vision-Fragebogen prä- und postoperativ evaluiert.

Das dominante Auge wurde mit Standard-LASIK für Fernvisus und das nichtdominante Auge für Nahvisus behandelt (Q-Faktor-Modulation).
Ergebnisse 1 Jahr nach der OP (durchschnittlicher Visus):
138 Augen ( 28 Männer / 41 Frauen), Durchschnittsalter: 53,84 +- 4,2 SD

  • Binokulärer sc Fernvisus: 20/20 (-0,04 +- 0,05 logMAR)
  • Binokulärer sc Nahvisus: Jaeger 2 (0,10 +- 0,08 logMAR)
  • Binokulärer sc Intermediärvisus: 20/20 (-0,13 +- 0,14 logMAR)

Mean K bei nicht-dominanten Augen war statistisch höher als Mean-K der dominanten Augen (43,93 +- 1,77 D versus 45,85 +- 1,47 D).

Mehr als 95 % der Patienten waren zufrieden 3 Monate nach der OP. 6 Monate postoperativ sagten 100%, daß sie diese OP weiterempfehlen würden.

Schlussfolgerung: Die zentral presbyope LASIK mit Modulation der Hornhautasphärizität mittels Monovision Korrektur-Algorhythmus zeigt sich in dieser Studie als effektiv und sicher zur Therapie der Presbyopie.
Journal of Cataract and Refractive Surgery October 2016, pp 1415 ff


Neuer präventiver Ansatz zur Verhinderung von negativen Dysphotopsien nach Katarakt-OP?

Zweck dieser prospektiven randomisierten Fallstudie aus Boston und Chelmsford (Massachusetts / USA) war herauszufinden, ob die Position der IOL den Einfall von inferotemporalem Licht vermindert und die Inzidenz von negativen Dysphotopsien verringert.
Es wurden insgesamt 418 Augen untersucht; Silikon oder Acryl-IOL wurden entweder vertikal oder inferotemporal (Achse der Optik-Haptik-Verbindung) implantiert.

Ergebnisse:
Das Positionieren der Optik-Haptik-Verbindung einer Acryllinse inferotemporal führte zu einer 2,3-fachen Verminderung der Inzidenz von negativen Dysphotopsien nach Kataraktchirurgie.
Vertikal implantierte Acryl-IOL führen zu einer höheren Inzidenz von negativen Dysphotopsien als Silkon-IOLs in derselben Position.
Journal of Cataract and Refractive Surgery October 2016, pp 1449 ff


Postoperative Ergebnisse kosmetischer Irisimplantate

Für diese Studie wurden 128 Augen, 26 Studien und 3 Videos analysiert. In 68,8 % (88 Augen) mußte das Implantat aufgrund von Komplikationen explantiert werden. In 59 Augen trat ein Sekundärglaukom auf, in 39 Augen Uveitis, in 22 Augen Katarakt und in 44 Augen konnte ein schwerer endothelialer Zellverlust und Hornhautdekompensation beobachtet werden.
In 8 Augen war der korrigierte Fernvisus Fingerzählen oder schlechter.
Dieses review zeigt, daß kosmetische Irisimplantationen mit einer signifikanten Anzahl von schweren Komplikationen verbunden sind und es wird in dieser Studie von dieser Operation abgeraten.
Journal of Cataract and Refractive Surgery October 2016, pp 1518 ff


Zwischen Augentropfeninstillation warten: Dogma oder Pflicht?

Um diese Frage zu beantworten, testete man am Centre Hospitalier Universitaire de Caen (CHU) in Frankreich den Effekt eines 5–Minuten–Intervalls zwischen zwei verschiedenen topischen Mydriatika.
In 40 Augen wurde ein Tropfen 10% Phenylephrin getropft und entweder sofort oder nach einem 5–Minuten–Intervall 0,5% Tropicamide getropft. Anhand von digitalen Photographien wurde die Pupillenweite festgehalten und verglichen und ein signifikanter Unterschied beobachtet. Die Patienten, die einen 5–Minuten-Intervall eingehalten hatten eine größere Pupille. Auch wenn es alltagstauglicher wäre, muß eine Pause von mindestens 5 Minuten zwischen verschiedenen Augentropfen eingehalten werden.
SS Chrai et al. „ Drop size and initial dosing frequency problems of topically applied ophthalmic drugs“
J. Pharm Sci, 63, 333-338 (1974)
P Saguet et al., „ A 5 minute time interval between two different dilating eyedrops increases their combined effect.“
Poster presented at the European Association for Vision and Eye Research; October 6, 2016; Nice France
The Ophthalmologist / November 2016 / p 19

V.i.S.d.P.  
Isabel Eymold Rosita Pfleger
Kongress-Sekretariat MCN AG - Teamleitung Kongress

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Für weitere Fragen oder Wünsche stehen wir Ihnen selbstverständlich sehr gerne unter der Email-Adresse quanz@mcn-nuernberg.de zur Verfügung.