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DOC-EXPRESS

Juli 2016

Rückblick: DOC 09. - 11.06.2016 in Nürnberg:

Der 29. Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) fand vom 09. bis 11.06.16 in Nürnberg statt. Dieses Jahr konnte die DOC rund 5.800 Besucher zählen.

Neu in diesem Jahr waren:

  • Aktuelles zu EBM und GOÄ
  • das Symposium „Ophthalmologie 2025 – Trends und Innovationen“
  • Video-Live-Surgery in 3D
  • die berufspolitische Podiumsdiskussion: Antikorruptionsgesetz
  • Trockene Makuladegeneration - Diagnose und Therapie

 

DOC - Aktuelles

Jetzt schon vormerken:
Der 30. Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) wird im nächsten Jahr stattfinden vom 11. bis zum 13. Mai 2017 in Nürnberg.

Wir freuen und bereits heute darauf, das 30. Jubiläum der DOC gemeinsam mit Ihnen zu erleben!

 

Hall of Fame – Wahl

Sie haben die Möglichkeit, die Hall of Fame Ophthalmologie mitzugestalten. Nutzen Sie diese Chance! Schlagen Sie zwei reputierte Persönlichkeiten der Ophthalmologie vor (national oder international), denen Sie diese große Ehre in 2017 zuteilwerden lassen wollen. Stimmberechtigt sind alle Ärztinnen und Ärzte, die an der DOC teilgenommen haben.

Bitte beachten Sie: In die Hall of Fame Ophthalmologie werden jährlich zwei Personen aufgenommen, die für ihr herausragendes Lebenswerk und ihre Verdienste um die Augenheilkunde geehrt werden.
Diese Personen haben sich bereits aus dem aktiven Berufsleben zurückgezogen und sind im Ruhestand. Stimmabgaben für Persönlichkeiten, die noch aktiv im Berufsleben tätig sind, werden nicht gewertet.
Deadline für die Abgabe des Votings ist der 30.07.2016.

 

DOC News - gehört und gelesen

Vorderkammertiefe, Iris- & IOL-Position vor und nach Phakoemulsifikation in Augen mit kurzer und langer Achslänge

Diese prospektive Vergleichsstudie aus Frankfurt zeigt, dass die relative Veränderung der Vorderkammertiefe größer in kurzen Augen, als in normalen oder langen Augen ist. Die größte Veränderung der Irisposition tritt bei kurzen Augen auf. Die größte Veränderung von der Linsen- zu-IOL-Position tritt in langen Augen auf – i.e. die Linse positioniert sich mehr posterior von der Iris. Möglicherweise unterschätzt die optische Biometrie die postoperative Vorderkammertiefe.

Journal of Cataract & Refractive Surgery (April 2016) P.563


Intraoperative Hornhautdickenveränderung und klinische Ergebnisse nach Crosslinking (CXL) - Standard CXL versus hypotones Riboflavin

CXL vermindert die Hornhautdicke signifikant. Durch den Gebrauch von hypotonem Riboflavin statt Riboflavin Dextran während der UVA-Administration verringert die Abnahme der Hornhautdicke um 30% - von 128μm auf 90μm. Es zeigte sich postoperativ bei beiden Gruppen kein signifikanter Unterschied in der klinischen Wirksamkeit oder Veränderung in der endothelialen Zellzahl / Zellfunktion.
Im Allgemeinen scheint die Hornhautdickenabnahme während CXL die Funktion / Sicherheit des Endotheliums nicht zu gefährden.

Journal of Cataract & Refractive Surgery (April 2016) P.596


Welchen Zusammenhang haben soziodemographische Faktoren, Allgemeinerkrankungen & Keratokonus?

In dieser großen retrospektiven Kohortenstudie aus Michigan zeigten sich folgende soziodemographischen Zusammenhänge mit Keratokonus:

  • schwarze Patienten 57% höhere, Latinos 43% höhere Wahrscheinlichkeit als Kaukasische einen Keratikonus zu entwickeln
  • asiatische Patienten 39% geringere Wahrscheinlichkeit als Kaukasische an einem Keratokonus zu erkranken

Keratokonus & Systemerkrankungen:
Patienten mit unkomplizierten Diabetes mellitus haben eine 20% geringere Wahrscheinlichkeit und Patienten mit Diabetes mellitus und Endorganschäden eine 52% geringere Wahrscheinlichkeit, am Keratokonus zu leiden.
Patienten mit vaskulären Kollagenosen haben ein 35% geringeres Auftreten von Keratokonus. Eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, einen Keratokonus zu entwickeln, haben Patienten mit Schlafapnoe, Asthma und Down-Syndrom.
Es wurde keine Assoziation zwischen Keratokonus und allergischer Rhinitis, Mitralklappenfehler, Aortenaneurysma oder Depression nachgewiesen.

Fazit: Im klinischen Alltag sollte nach Atmung und Schlafgewohnheiten gefragt werden und eine Überweisung erfolgen, um Schlafapnoe / Asthma auszuschließen. Bei Patienten mit Diabetes mellitus scheint aufgrund von Glykosylierung der Hornhaut möglicherweise ein geringeres Risiko zu bestehen.

AAO Ophthalmology (März 2016) P.457


Senkung des Endophthalmitisrisikos nach intrakameraler Antibiotikagabe (Cefuroxim / Moxifloxacin)?

In einer großen Studie aus Kalifornien (315.246 Phakoemulsifikationen) zeigte sich, dass intrakamerale Antibiotikagabe effektiver gegen postoperative Endophthalmitis ist, als lokale Antibiotikagabe. Eine Kombination von intrakameralen und lokalen Antibiotika zeigte kein besseres Ergebnis.

AAO Ophthalmology (Februar 2016) P.287


Ist eine verzögerte stäbchenabhängige Dunkeladaptation Biomarker für das Auftreten von AMD?

In dieser prospektiven Kohortenstudie wurde nachgewiesen, dass eine verzögerte stäbchenabhängige Dunkeladaptation bei funduskopisch normaler Makula mit einem Auftreten von AMD innerhalb von 3 Jahren assoziiert ist.

AAO Ophthalmology (Februar 2016) P.344


Ist es sicher, Patienten nach komplikationsloser Kataraktoperation postoperativ erst nach 2 Wochen zu konsultieren?

Die Metaanalyse von 3 Studien (886 Patienten) zeigt, dass weder Patientensicherheit noch Operationsergebnis gefährdet werden, wenn die erste postoperative Kontrolle bei risikoarmen Patienten erst nach 2 Wochen stattfindet. Glaukompatienten und Patienten, die von unerfahrenen Chirurgen operiert wurden, müssen postoperativ engmaschig kontrolliert werden.

Journal of Cataract & Refractive Surgery (Dezember 2015) P.2755


Inzidenz von zystoidem Makulaödem (CME) nach Femtosekundenlaser-assistierter versus konventioneller Phakoemulsifikation - Katarkt-OP

Es ist bekannt, dass die Prostaglandinmarker Level höher sind in Femtosekundenlaser-assistierten Kataraktoperationen, im Vergleich zur konventionellen Phakoemulsifikation. Diese nicht randomisierte single-surgeon, prospektive vergleichende Kohortenstudie, deutet darauf hin, dass Femtosekundenlaser-assistierte Kataraktchirurgie mit einem höheren Aufkommen von CME assoziiert sein könnte. Es existiert nur wenig Evidenz, wie die Sicherheitsgrenzen für Femtosekundenlaser zu setzen sind.

Journal of Cataract & Refractive Surgery (November 2015) P.2373


Ergebnisse einer Langzeitstudie 18 Jahre nach hyperoper PRK:

Bekannt ist, dass hyperope PRK nur zufriedenstellende Ergebnisse bei Korrektur von bis zu +4,5 dpt. zeigt. Diese Studie aus London weist auf, dass zwischen Jahr 1 und 7,5 Jahren nach PRK eine statistisch signifikante hyperope Refraktionsänderung auftritt, diese jedoch bis 18 Jahre nach PRK stabil bleibt. Die postoperative hyperope Refraktionsänderung ist konsistent mit den physiologisch zu erwartenden Linsenveränderungen im Alter. In bis zu 40% der Patienten konnte ein peripherer „haze“ der Hornhaut nachgewiesen werden, in 9% Salzmannähnliche Veränderungen.

Journal of Cataract & Refractive Surgery (Februar 2016) P.258


Vorderabschnitts-OCT hilfreich bei der Detektion von subklinischem Keratokonus

Mittels Fourier-Domain-OCT können Hornhautdickenmessungen genau durchgeführt werden, die spezifische Veränderungen bei subklinischem Keratokonus aufweisen. Dieses zusätzliche diagnostische Tool kann als Screening-Methode z.B. bei präoperativem Assessment vor LASIK oder auch zur Früherkennung von subklinischem Keratokonus eine wertvolle Ergänzung zum Goldstandard der Hornhauttopografie darstellen.

Journal of Cataract & Refractive Surgery (Februar 2016) P.284

V.i.S.d.P.  
Isabel Eymold Rosita Pfleger
Kongress-Sekretariat MCN AG - Teamleitung Kongress

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