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DOC-EXPRESS

Juli 2017

DOC - Aktuelles

Jetzt schon vormerken:
Der 31. Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) findet  vom 14. – 16. Juni 2018 in Nürnberg statt.

Die Abstract-Einreichung für wissenschaftliche Kurzvorträge (Free Paper) und ePoster ist ab 02. Oktober 2017 über die Kongresshomepage möglich.

 

DOC News - gehört und gelesen

Veränderung der Leitlinien der AAO für die Vorsorgeuntersuchung von Chloroquin (CQ) und Hydroxychloroquin (HCQ)

Netzhautschädigung

Obwohl in vielen Augen die toxische Schädigung parafoveal liegt, zeigen Asiaten oft eine extramakuläre Schädigung.

Dosierung: die tägliche Maximaldosis <_ 5,0 mg/kg tatsächliches Gewicht, welches besser mit dem Risiko korreliert als Idealgewicht. Es gibt keine ähnlichen demographischen Daten für HCQ, aber ältere Literatur schlägt  <_ 2,3 mg/kg tatsächlichen Körpergewichtes vor.

Risiko der Toxizität

Abhängig von der täglichen Dosis bis zu 5 Jahren unter 1% und bei bis zu 10 Jahren unter 2%, steigt jedoch auf fast 20% nach 20 Jahren. Jedoch auch nach 20 Jahren haben Patienten ohne Toxizität nur ein Risiko von 4% im nächsten Jahr zu erkranken.

Hauptrisikofaktoren

·         Hohe Dosen und lange Therapiedauer
·         Nierenerkrankung oder Tamoxifengebrauch

Vorsorgeuntersuchung

·         Basis-Fundusuntersuchung vor Einnahme, um eine vorbestehende Makulaerkrankung auszuschließen
·         jährliche Untersuchung nach 5 Jahren Therapie für Patienten, die akzeptable Dosierung und keine Hauptrisikofaktoren haben

Diagnostik

·         Gesichtsfelduntersuchung + SD-OCT
·         bei asiatischen Patienten nicht nur die zentrale Makula untersuchen
·         multifokales ERG und Fundusautofluoreszenz können pathologische Gesichtsfelduntersuchungen objektivieren und Schäden topograpisch lokalisieren
·         modernes Screening sollte Retinopathien sichtbar machen, bevor sie klinisch erkennbar sind

Toxizität

·         Retinopathie ist nicht reversibel und es gibt keine Therapie
·         Eine frühzeitige Erkennung (vor RPE-Verlust) ist wichtig, um einen zentralen Visusverlust zu verhindern
·         Fragwürdige Untersuchungsergebnisse sollten wiederholt werden und mit Zusatzuntersuchungen validiert werden, um eine unnötige Therapiebeendigung zu verhindern

Aufklärung

Patienten sollten über das Toxizitätsrisiko und die korrekte Dosierung sowie die Bedeutung einer regelmäßigen jährlichen Vorsorgeuntersuchung aufgeklärt werden

Ophthalmology, 2016





IVOMs können das Risiko einer Kapselruptur während einer Kataraktoperation erhöhen

Die posteriore Kapselruptur tritt bei ca. 2% der Patienten auf, die eine Kataraktoperation brauchen. Bekannte Risikofaktoren sind: höheres Alter, männliches Geschlecht, Glaukom, diabetische Retinopathie, Pupillengröße, unerfahrener Chirurg. Intravitreale Injektionen (IVOMs) könnten ein zusätzlicher Risikofaktor sein.
Eine Studie aus Moorfields zeigt, dass Patienten, die eine vorherige IVOM erhielten, ein höheres Risiko der Kapselruptur aufweisen (odds ratio 1,66, p=0,037). Es wurden retrospektiv alle Kataraktoperationen im Zeitraum vom 01.01.2012 bis 31.08.2015 auf Kapseldefekte untersucht (insgesamt 62.994 Operationen). Diese Studie hat viele Fragen aufgeworfen, warum das Risiko erhöht ist. Die Ergebnisse der Folgestudie sollen noch in diesem Jahr veröffentlicht werden.

The Ophthalmologist, März 2017





MSLK (Mid-Stromal Lamellar Keratoplasty) ist eine neue chirurgische Technik, um fortgeschrittenen Keratokonus zu behandeln

Es existieren viele Möglichkeiten, einen Keratokonus zu behandeln, aber keine ist perfekt, sondern jede hat ihre Nachteile und Limitationen.
Cross-Linking (CXL) hat die Therapie des Keratokonus revolutioniert, stärkt die Hornhaut und verlangsamt die Progression, aber es kann die Architektur der Hornhaut nicht wiederherstellen, so dass eine behindernde Visuseinschränkung oft bleibt.
Die Hornhauttransplantation (PKPL & DALK) ist Mittel der letzten Wahl und opfert viel Hornhautgewebe. Die BLT (Bowman’s Layer Transplantation) und Platzierung in eine mittig stromale Tasche ist möglicherweise ein gewebesparender Ansatz. Dies könnte möglicherweise einen Teil der Hornhautarchitektur wiederherstellen, aber behandelt nicht das Hauptproblem der apikalen Stromaabnahme.
In diesem Artikel wird die erste klinisch durchgeführte MSLK vorgestellt, welche sowohl die zentrale Hornhautdicke vermehrt und die Hornhaut mehr abflacht als die BLT. Weitere Ergebnisse sind abzuwarten.

The Ophthalmologist, März 2017





Neue multifokale torische IOL von der FDA zugelassen

Die AcrySof IQ ReSTOR +2,5 multifokal torische IOL von Alcon mit ActiveFocus wurde von der FDA zugelassen, sie wurde konzipiert, um Astigmatismus und Presbyopie zu korrigieren.

American Academy of Ophthalmology, Academy Express März 2017





Eine Übersicht über Studien bei fortgeschrittener trockener AMD: Ergebnisse von Studien über orale und injizierbare Therapieansätze

Viele Faktoren wirken auf die AMD - oxidativer Stress auf das RPE, reduzierte Mitochondrienfunktion, chronische niedriggradige Entzündung der Netzhaut.

Klinische Studien:

Es gibt mehrere klinische Studien, die das Ziel verfolgen, die Progression trockener AMD zu verhindern.

Lampalizumab:


Ist ein Antikörper-bindendes Fragment eines monoklonalen Antikörpers, das den Komplementfaktor D bindet, welches an der pathogenetischen Entstehung von geographischer Atrophie (GA) beteiligt ist.

Die intravitreale Gabe von Lampalizumab reduziert das Fortschreiten der GA um 20% nach 1,5 Jahren monatlicher Injektion. Es laufen Studien, die Langzeitergebnisse und Sicherheit nachweisen sollen.

Brimonidin:


Ist ein selektiver alpha-2-Adrenorezeptor-Antagonist, welcher augeninnendrucksenkende Wirkung hat und neuroprotektive Eigenschaften, welche auf eine verminderte Akkumulation von extrazellulären Glutamat und Blockade von N-Methyl-D-Aspartat-Rezeptoren zurückzuführen sind.

Ergebnisse der Allergan Phase 2-Studie von intravitrealen Brimonidintartrat zeigen eine statistisch signifikante Reduktion der GA.
Eine weitere Phase 2-Studie läuft, die die Effizienz und Sicherheit von 400 Mikrogramm Brimonidin untersucht, mit Eingabe Tag 1 und alle 3 Monate bis zu 21 Monaten verfolgt.

Stammzellen:


Eine Studie, bei der 4 asiatische Patienten mit Makuladegeneration behandelt wurden, zeigt, dass die subretinale Transplantation von humanen embryonalen Stammzell-RPE die Makuladegeneration verbessern oder stabilisieren könnte. Zwei Patienten dieser Studie leiden an trockener AMD, zwei an Starguardt-Makulodystrophie. Es wurden nach der Transplantation vermehrt subretinale Pigmentierung mit schwarzen Klumpen, ERM-Entwicklung ohne Macular Pucker, HH-Abrasio, erhöhter IOP sowie subretinale Blutung beobachtet.

Gentherapie:


CD59 Komplementfaktor ist jetzt für die Phase-1-Gentherapiestudie zugelassen worden, für Patienten mit trockener AMD. CD59 blockiert MAC-Ablagerung und choroidale Vaskularisation, Gefäßleckage und retinalen Ganglienzelltod im Mäusemodell.

Minozyklin


Ist ein Tetrazyklinderivat, welches im Tiermodell neuroprotektive Eigenschaften gezeigt hat.
Eine Phase 2 Studie beurteilt die Effekte von oralem Minozyklin (100 mg zweimal täglich) bei der Behandlung von AMD-assozierter GA. Eine weitere Studie untersucht Doxyzykline 40 mg täglich.

Orale Medikamente

Antioxidantien (Vitamin C, Vitamin E, Betakarotin, Zink, Kupfer); Lutein, Vitamin B6/B9/B12; Zink, Statine, Gingko Biloba, Saffron haben alle eine nachgewiesene positive Wirkung und verzögern das Fortschreiten einer trockenen AMD.

Retinal physician, April 2017



Prompte Therapie mit Anti-VEGF verbessert signifikant das Ergebnis der Behand-lung einer myopen CNV

In den USA wurden mit Hilfe der Daten des IRIS Registry die Behandlungsschemata und Ergebnisse derselben für myope CNV untersucht.
Von 185 Patienten mit noch nicht behandelter myoper CNV wurden 135 innerhalb eines Jahres nach Diagnosestellung behandelt, die übrigen 50 Patienten wurden beobachtet. Diejenigen, die behandelt wurden (alle außer einem erhielten Anti-VEGF) zeigten eine signifikante Verbesserung des Visus nach durchschnittlich 2,8 Injektionen innerhalb eines Jahres. Im Gegensatz dazu, zeigten die Patienten, die keine Behandlung erhielten, einen signifikanten Visusverlust, im Durchschnitt ein Verlust von 0,03 logMAR Einheiten während des ersten Jahres (p<0,01).


Ophthalmology, July 2017



SMILE: hoch myope Augen werden tendenziell unterkorrigiert

Diese prospektive Fallstudie evaluiert bei 274 Patienten mit niedriger, mittlerer und hoher Myopie den Kurzzeiteffekt und die Sicherheit von SMILE (small-incision-lenticule-extraction). Die Untersuchungen zeigen, dass eine signifikante Verbesserung des unkorrigierten, bestkorrigierten Visus, der Sphäre und des Zylinders und des sphärischen Äquivalents im Vergleich vom Ausgangsvisus in allen Gruppen nach sechs Monaten erreicht werden. Die Sicherheitsindikatoren waren ähnlich in allen Gruppen. Der Unterschied zwischen angestrebtem und erreichtem sphärischen Äquivalent war am kleinsten in der Gruppe der Patienten mit niedriger Myopie (0,12), gefolgt von der mit mittlerer Myopie (-0,18) und hoher Myopie (-0,60). Die Tendenz zur Unterkorrektion in der letzten Gruppe weist darauf hin, dass die geläufigen Protokolle für hochmyope Patienten möglicherweise angepasst werden müssen.


Journal of Cataract & Refractive Surgery, April 2017

V.i.S.d.P.  
Isabel Eymold Miriam Quanz
Kongress-Sekretariat MCN AG - Teamleitung Kongress

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