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DOC-EXPRESS

November 2018

DOC - Aktuelles

Jetzt schon vormerken:
Der 32. Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) findet vom 23. – 25. Mai 2019 in Nürnberg statt.

Die Abstract-Einreichung für wissenschaftliche Kurzvorträge (Free Paper) und ePoster ist ab sofort über die Kongresshomepage möglich.

 

DOC News - gehört und gelesen

Antiseptisch-Steroid-Kombinationstropfen versprechen eine Behandlung der akuten adenoviralen Konjunktivitis

Die Ergebnisse dieser Phase-2-Studie deuten darauf hin, dass eine ophthalmische Suspension aus Povidon-Jod (PVP-I) und Dexamethason sicher und wirksam bei akuter adenoviraler Konjunktivitis ist. Die in Indien durchgeführte Studie umfasste 144 Patienten, die 5 Tage lang 4 mal täglich PVP-I/Dexamethason, nur PVP-I oder ein Placebo erhielten. Am Tag 6 zeigten 31% des PVP-I-/ Dexamethasonarms eine adenovirale Eradikation und Verschwinden der Symptome, verglichen mit 18% der PVP-I-Gruppe und 7% der Placebogruppe. Die Tropfen wurden gut vertragen und Phase-3-Studien laufen derzeit.

American Journal of Ophthalmology, Oktober 2018


Omidria kann das intraoperative Floppy-Iris-Syndrom minimieren.

Dies ist die erste Studie, die untersucht, ob die Verwendung eines kombinierten Mydriatikums und Schmerzmittels während der Kataraktoperation das Risiko eines Floppy Iris Syndroms verringern könnte. Die Ermittler rekrutierten 50 Männer, die Tamsulosin einnahmen und ihnen nach dem Zufallsprinzip entweder Omidria (Phenylephrin 1% - Ketorolac 0,3%) oder Kochsalzlösung in der Spüllösung während der Kataraktoperation zuwiesen. Im Vergleich zu den Kontrollen hatten die Augen der Omidria-Gruppe ein 9,3-fach geringeres Risiko für einen intraoperativen Irisprolaps. Pupillendurchmesser und Irisbillowing begünstigten auch die Behandlungsgruppe.

Journal of Cataract & Refractive Surgery, September 2018


Studie unterstützt die Sicherheit von bilateralen Anti-VEGF-Injektionen am selben Tag

Um die Sicherheit bilateraler intravitrealer Anti-VEGF-Injektionen am selben Tag zu untersuchen, überprüften die Forscher die Daten von 5.890 Patienten, die wegen neovaskulärer AMD, diabetischen Makulaödems oder retinalen Venenverschlusses behandelt wurden. Von den 101.932 bilateralen Injektionen entwickelten nur 28 Fälle (0,027%) eine einseitige Endophthalmitis - unabhängig von Anti-VEGF-Mittel oder Diagnose. Es gab keinen Fall einer bilateralen Infektion, und kein Patient entwickelte mehr als einmal eine Endophthalmitis. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die Gesamtrate der Endophthalmitis in dieser Studie niedrig war und mit früheren Studien über einseitige Injektionen vergleichbar ist.

American Journal of Ophthalmology, Oktober 2018


Die Dysfunktion der Augenoberfläche wird bei Patienten mit Kataraktoperationen übersehen.

In dieser prospektiven Fallserie berichten Forscher über die Prävalenz der Dysfunktion der Augenoberfläche bei Patienten, die für eine Kataraktoperation voruntersucht werden. Von 120 OP-Kandidaten hatten etwa 57% eine abnormale Osmolarität, 63% einen abnormalen MMP-9-Spiegel, 39% eine positive Hornhautfärbung, 7,5% eine epitheliale Basalmembrandystrophie und 1,6% Salzmann-Knoten.
Fragebogenantworten von 100 Patienten zeigten, dass 54% Symptome eines trockenen Auges aufwiesen und 85% der asymptomatischen Patienten mindestens einen abnormalen Tränentest aufwiesen. Die Autoren fordern die Ärzte auf, Tränentests in Betracht zu ziehen und jede Dysfunktion der Augenoberfläche vor der Kataraktoperation zu behandeln.

Journal of Cataract & Refractive Surgery, September 2018


Vorgefüllte Anti-VEGF-Spritzen sind mit einem geringeren Risiko für Endophthalmitis verbunden.

Dies ist die erste Studie, die darauf hindeutet, dass der Anti-VEGF-Präparatstyp die Endophthalmitisraten beeinflussen kann. Die Forscher identifizierten 444 Fälle von Endophthalmitis unter 1,8 Millionen intravitrealen Kortikosteroiden oder Anti-VEGF-Injektionen, die über einen Zeitraum von 4 Jahren in Frankreich verabreicht wurden. Die Verwendung von vorgefüllten Ranibizumab-Spritzen war mit einem geringeren Infektionsrisiko verbunden als die Verwendung von nicht vorgefüllten Spritzen oder Ranibizumab oder Aflibercept (IRR 1,63 bzw. 1,82; P<0,001). In Übereinstimmung mit früheren Ergebnissen ergab die Analyse, dass die Häufigkeit von Endophthalmitis bei Kortikosteroiden höher war als bei Anti-VEGF-Mitteln (0,0667% vs. 0,204%; P<0,001).

JAMA Opthalmology, September 2018


 

Thomas Neuhann kommentiert…

Hier finden Sie eine Auswahl von Kurzbesprechungen von Originalartikeln aus wissenschaftlichen Zeitschriften, u.a. aus Ophthalmology, British Journal of Ophthalmology, American Journal of Ophthalmology, JAMA Ophthalmology, Journal of Cataract and Refractive Surgery, Survey of Ophthalmology, der Ophthalmologe, Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde.


Langzeitoutcome nach Limbus-Stammzell-Transplantation

Eine imponierende Serie von 165 Augen (110 Patienten) mit Limbus-Stammzell-Transplantationen– autolog oder heterolog. Gut 70 % erreichen über Jahre (5 –17 Jahre nach Beobachtungszeit), ggf. mit suffizienter Immunsuppression, eine stabile Oberfläche, 15 % waren wenigstens besser als vorher und 13 % waren vollständige Therapieversager.
Anmerkung: Das ist ja auch unsere bevorzugte Behandlungsweise in diesen Fällen; und insgesamt – ohne sie genau ausgezählt zu haben – ja größenordnungsmäßig auch unsere positiven Erfahrungen!
Movahedan A et al. „Longterm Outcomes of Ocular Surface Stem Cell Allograft Transplantation.” AJO. 2017 Dec;184(12):97-107.


Diplopie bei Macular pucker

Patienten mit einem macular pucker können über Diplopie-Symptome berichten. In Abwesenheit eines erklärenden Stellungsfehlers der beiden Augen handelt es sich in diesen Fällen offenbar bei der Ursache um eine „zentralperiphere Rivalität“ – verursacht durch die Verziehung der betroffenen zentralen Netzhaut und damit eine Verschiebung des Rezeptor- Mosaiks gegenüber dem gesunden Auge. Aus dem gleichen Grunde kann es auch die Wahrnehmung von Aniseikonie geben.
dd Veverka K et al. „Prevalence and Associations of Central-Peripheral Rivalry–Type Diplopia in Patients With Epiretinal Membrane.“ JAMA Ophthalmol. 2017 Dec;135(12):1303-1309.


Kernsegmentierung mit dem FS Laser

Die Gruppe aus der Frankfurter Uniklinik empfiehlt für harte Kerne mit dem FS Laser die Segmentierung in Kuchenstücke, für weichere Kerne die Segmentierung in Würfelchen. Shajari M et al. „Comparison of 2 laser fragmentation patterns used in femtosecond laser–assisted cataract surgery.” JCRS. 2017 Dec;43(12):1571-1574.


Barett Formel bei torischen Linsen

Für die Berechnung von torischen Linsen hatte der Barett toric calculator die besten postoperativen Ergebnisse. Formeln, in denen die tatsächlichen Vorder- und Hinterflächen-Werte eingegeben wurden, waren nicht besser.
Anmerkung: Die Fallserien häufen sich, in denen bei den Vergleichen aller möglichen Berechnungsformeln mit schöner Regelmäßigkeit die Barett-Formel mit der niedrigsten Fehlerquote herauskommt. Umgekehrt hat es bisher keine mir bekannte Veröffentlichung gegeben, in der die Barett-Formeln schlechter als irgendeine andere gewesen wäre.
Ferreira T et al. „Comparison of Methodologies Using Estimated or Measured Values of Total Corneal Astigmatism for Toric Intraocular Lens Power Calculation.” Journal of Refractive Surgery. 2017 Dec;33(12):794-800.


V.i.S.d.P.    
Isabel Eymold Dr. Mignon Hann Miriam Quanz
Kongress-Sekretariat Kongress-Sekretariat MCN AG - Teamleitung Kongresse